Im Rahmen des Studiums bekommt man die eine oder andere Methode gelehrt. Zahlreiche Praxisstunden ermöglichen es einem, seinen Methodenpool auszuprobieren und diesen stetig zu erweitern. Doch sobald du den Lehreralltag verfallen bist, kann es passieren, dass die Methodenvielfalt in den Hintergrund rückt und einem manchmal die Ideen ausgehen.  

Wir haben dir in den folgenden Abschnitten zahlreiche Methoden zusammengefasst, die sich im Alltag wunderbar integrieren lassen. So schaffst du Abwechslung und es kommt wieder frischer Wind in deinen Unterricht. 

 

 Auch der Frontalunterricht hat seine Berechtigung. Er kann gezielt gut in den Unterrichtsalltag integriert werden, dennoch sollte er als Unterrichtsmethode mit Bedacht gewählt werden. 
Auch der Frontalunterricht hat seine Berechtigung. Er kann gezielt gut in den Unterrichtsalltag integriert werden, dennoch sollte er als Unterrichtsmethode mit Bedacht gewählt werden. 

Frontalunterricht

Der Frontalunterricht ist durch seinen lehrerzentrierten Unterricht gekennzeichnet. Bei dieser Unterrichtsform steht die Vermittlung von Sach- und Methodenkompetenz an erster Stelle. Dabei wird der Lehrinhalt vorrangig nur vorgetragen. Die Schüler*innen hören hauptsächlich nur zu und machen anschließend die Handlung des Lehrers nach. Hier werden vor allem die Fähigkeiten zur Aufnahme, Nachbildung und Wiedergabe geschult und trainiert.

Neben der verbalen Inhaltsvermittlung werden vielfältige visuelle Anschauungen (z.B. Tafelbilder, Filme etc.) eingesetzt. Wichtig ist bei dieser Unterrichtsmethode, dass auf die Kürze, Gliederung und Verständlichkeit eingegangen werden muss. Die Konzentrationsfähigkeit der Kinder muss auf jeden Fall in die Unterrichtsplanung mit dem Schwerpunkt Frontalunterricht berücksichtigt werden. Die Dauer dieser Unterrichtsform muss sich nach dem Spannungscharakter richten. Sie liegt zwischen fünf bis zehn, maximal 20 Minuten, wobei die Aufmerksamkeit bei Schüler*innen bereits nach fünf Minuten nachlassen kann.  

Schulstufe 

Ab der ersten Klasse Grundschule ist diese Unterrichtsform einsetzbar.  

4 Phasen

1. Darbieten

Das Grundlagenwissen zu einem neuen Thema wird von einer Lehrperson präsentiert. 

2. Konstruktives Durcharbeiten

Mithilfe eines gemeinsamen Gesprächs mit den Kindern kommt es zu einer mündlichen Auseinandersetzung mit dem neuen Inhalt. 

3. Übendes Wiederholen

Die Lehrkraft bietet differenzierte Übungsaufgaben an und hilft, Lernschwierigkeiten zu beseitigen. So kommt es zur individuellen Sicherung des Verständnisses.  

4. Problemorientiertes Anwenden

Das neue Wissen kann auch in differenzierten Anwendungsaufgaben (und in verschiedenen Sozialformen) angewendet werden.  

Kompetenzen

  • Inhalte können effektiv an eine ganze Klasse zu einem Zeitpunkt vermittelt werden. 
  • Kleingruppenergebnisse können von Schüler*innen präsentiert werden. 
  • Arbeitstechniken können vermittelt werden. 
  • Kann eine emotionale Stimmung erzeugen. 
  • Demonstrieren von Versuchen, die zu gefährlich oder im Einzelnen zu aufwendig wären.  

Vor- Nachteile

  • Stark unabhängig, wie gut eine Klasse/Schule mit Medien ausgestattet ist. 
  • Der Inhalt wird innerhalb kurzer Zeit an die Schüler*innen gebracht 
  • Neue, komplexe Themen werden vermittelt, welche Ausgangslage für spätere Unterrichtseinheiten sein können. 
  • Die Lehrperson kann rasch auf die Schüler*innenbedürfnisse eingehen 
  • Die Eigenaktivität der Schüler*innen ist stark eingeschränkt. Was zu fehlender Konzentration und Aufmerksamkeit führen kann.  
  • Wenig Interaktionen zwischen den Kindern. 
  • Inhalte werden vorläufig kritik- und fraglos übernommen. 
 Die Briefmethode ist eine sehr einfache Unterrichtsmethode, die das Schreiben und Lesen jedoch voraussetzt. Dennoch kann sie ab der ersten Klasse Grundschule eingesetzt werden.
Die Briefmethode ist eine sehr einfache Unterrichtsmethode, die das Schreiben und Lesen jedoch voraussetzt. Dennoch kann sie ab der ersten Klasse Grundschule eingesetzt werden.

Briefmethode

Die Briefmethode ist keine eigentliche Methode. Bei dieser Methode lassen sich die Kompetenzen entwickeln und fördern, welche bei der Erstellung von Briefen notwendig sind. Die Gestaltung, Form und die kommunikative Funktion eines Briefes sind wunderbar einsetzbar, um eigene und aber auch fremde Perspektiven offen zu legen, zu erweitern und oder zu überdenken.  

Durch das Verfassen eines Briefes an eine bestimmte Person wird die Empathie besonders gefördert. Beim Schreiben muss sich die/der Verfasser*in in das Gegenüber hineinversetzen können, die Wissensbestände der/des Empfängers abschätzen und mit dem eigenen Text daran anknüpfen, um der/dem Empfänger*in ein möglichst großes Verstehen zu ermöglichen. Diese Charakteristika lassen sich auf unterschiedlichste Weise nutzen und können so die Eigenaktivität der Kinder in Gang setzen oder diese unterstützen.  

Schulstufe

Die Briefmethode ist eine sehr einfache Methode, welche jedoch das Schreiben und Lesen voraussetzt.  

Kompetenzen

Um den Schüler*innen den Zugang zur Schriftkultur zu ermöglichen, ist es wichtig, dass sie die Funktion der Schriftsprache kennenlernen. Umso wichtiger ist es, dass die subjektive Bedeutung der Schrift Zunehmens an Bedeutung und Sinn bekommt.  

Vor- Nachteile 

  • Fächerübergreifend einsetzbar. 
  • Je nach Klasse kann diese Methode bereits für Schreibanfänger*innen genutzt werden. 
  • Durch die besonders große Offenheit kann diese Methode vielfältig eingesetzt werden. 

 Die Gruppenarbeit kann ein wahres Wundermittel sein und die Motivation der Schüler*innen enorm steigern, wenn diese auch gezielt eingesetzt wird. 
Die Gruppenarbeit kann ein wahres Wundermittel sein und die Motivation der Schüler*innen enorm steigern, wenn diese auch gezielt eingesetzt wird. 

Gruppenarbeit 

Die Gruppenarbeit sollte keine Methode sein, die nur dann zum Einsatz kommt, wenn einem sonst nichts mehr einfällt. Denn sie kann ein wahres Wundermittel sein, wenn die Gruppenarbeit in die Unterrichtsplanung entsprechend eingebettet ist. Die Gruppenarbeit kann hierbei zu gesteigertem Lernerfolg unter den Schüler*innen führen. Unterteilt werden kann die Gruppenarbeit in Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und in die Kleingruppenarbeit. Neben grundlegenden Überlegungen sollten den Schüler*innen die Grundregeln der Gruppenarbeit bekannt sein. Sind diese einmal verinnerlicht, können diese auf jeglichen Formen der Gruppenarbeit übertragen werden. 

So ehrlich muss man sein, diese Sozialform ist sehr anspruchsvoll und bei vielen Kolleg*innen und Schüler*innen eher unbeliebt. Doch diese negativen Vorurteile und Probleme lassen sich meist auf eine ungeschickte Planung, Organisation und Durchführung zurückführen.  

Damit dir das nicht passiert, haben wir dir die vier Phasen zusammengefasst, die du auf jeden Fall in deiner Vorbereitung berücksichtigen solltest: 

  1. Vorbereitungsphase
  2. Durchführung
  3. Auswertung/Präsentation
  4. Evaluation/Feedback

Schulstufe

Diese Methode kann ab der ersten Klasse Grundschule eingeführt werden. Hierbei würde ich zuerst mit der Partnerarbeit, dann mit Kleingruppen und erst später mit der Gruppenarbeit beginnen. Die Gruppenbildung per se muss gut überlegt werden, denn sie ist abhängig von der Aufgabenstellung, dem Vorwissen der Kinder, den Lernzielen, der Zeit und dem Raum.  

Kompetenzen 

  • Interaktion zwischen den Schüler*innen wird gefordert und gefördert. 
  • Es arbeiten auch einmal Kinder miteinander, die es so nicht tun würden. 
  • Lebensnahes Lernen wird ermöglicht. 
  • Regt kreative Denkprozesse an. 
  • Fördert die Kompromissfähigkeit. 
  • Inhalte werden selbstständig erarbeitet 

Vor- Nachteile 

  • Bei großen Klassen gut einsetzbar. 
  • Interaktion zwischen den Kindern wird gefordert und gefördert. 
  • Soziales und schulisches Lernen kommen zusammen. 
  • Gefahr besteht, dass keine Ergebnisse herauskommen. 
  • Einzelne Schüler*innen können sich aus der Gruppe zurückziehen. 
  • Zeitaufwand ist deutlich erhöht.  
  • Konflikte können bei Gruppenarbeiten immer entstehen. 
  • Individuelle Leistungen können nur schwer beurteilt werden.  

 Beim Werkstattunterricht nimmt sich die Lehrperson zurück und unterstützt die Kinder beim Erarbeiten von Inhalten. Eine gut vorbereitete Lernumgebung ist dabei das A und O. 
Beim Werkstattunterricht nimmt sich die Lehrperson zurück und unterstützt die Kinder beim Erarbeiten von Inhalten. Eine gut vorbereitete Lernumgebung ist dabei das A und O. 
 

Werkstattunterricht 

Das Konzept des Werkstattunterrichts wurde ursprünglich von Jürgen Reichen entwickelt und ist eine Form des offenen Unterrichts. Für diese Methode gibt es unzählige Begriffe wie zum Beispiel Lernwerkstatt, Werkstattlernen, Werkstattarbeit etc. doch bei all diesen Begriffen handelt es sich um die gleiche Methode. Bei dieser Form des Unterrichts nimmt sich die Lehrperson zurück und regen die Schüler*innen durch eine sorgsam pädagogisch gestaltete Umgebung zum aktiven Lernen an. Diese Gedanken sind auch bei Rousseau, Freinet oder Montessori wiederzufinden.  

Der Werkstattunterricht ist durch sein materialgestütztes und erfahrungsorientiertes Lernen in einer pädagogisch gestalteten Umgebung gekennzeichnet. Die Kinder haben die Möglichkeit, Einfluss auf den inhaltlichen Verlauf der Arbeit, die methodische Vorgehensweise und die Wahl der Partner*innen zu nehmen. Dennoch muss hier bedacht werden, dass der Werkstattunterricht vom aktiven Engagement der Kinder abhängt.  

Die Grundgedanken einer Werkstatt werden beim Werkstattlernen auf das schulische übertragen.  

Grundgedanken 

  • In einer Werkstatt wird gearbeitet. 
  • Nicht jeder, der in einer Werkstatt arbeitet, macht das Gleiche. 
  • Die Arbeiter*innen können sich aussuchen, wie sie arbeiten möchten, alleine, mit einer*m Partner*in oder in Gruppen.  

Die Formen des Werkstattunterrichts können hinsichtlich Inhaltes, Zeitdauer, Form und Grad der Selbstständigkeit variieren.  

 

 Ein Reichtum an Materialien kennzeichnen den Werkstattunterricht maßgeblich. Die bedeutet für die Lehrkraft gerade am Anfang viel Vorbereitungszeit und Organisation. 
Ein Reichtum an Materialien kennzeichnen den Werkstattunterricht maßgeblich. Die bedeutet für die Lehrkraft gerade am Anfang viel Vorbereitungszeit und Organisation. 

Merkmale des Werkstattunterrichts 

  • Differenzierung ist immer gegenwärtig. 
  • Das Kind wählt eigenständig die Zeit, teilt sich diese frei ein und entscheidet, an welchem Lernort es arbeiten und lernen möchte. 
  • Die Sozialform und die/der Lernpartner*in wird vom Kind selbstständig gewählt. 
  • Lern- und Arbeitsformen werden ebenso selbstständig gewählt.  

Ort

Als Ort des Werkstattunterrichts dient das Klassenzimmer. 

Schulstufe 

Aufbauend ab der ersten Klasse Grundschule, anschließend kann diese Form des Unterrichts für alle Klassenstufen zum Einsatz kommen.  

Kompetenzen

  • Selbstorganisiertes Lernen mit hoher Eigenständigkeit wird gefördert und gefordert. 
  • Die Handlungskompetenz wird entsprechend gefördert. 
  • Wissen wird vertieft. 
  • Der Unterricht wird sowohl von der Lehrperson als auch von den Schüler*innen geplant und hinterfragt.  
  • Eine große Methodenvielfalt und Vielfalt der Lernwege werden ermöglicht. 
  • Qualitatives Feedback und systemische Benotung werden ermöglicht.  

Vor- Nachteile 

  • Schüler*innen werden stark motiviert und zum Lernen angeregt. 
  • Die Schüler*innen können mitbestimmen. 
  • Fächerübergreifendes Arbeiten ist möglich. 
  • Explorative Tätigkeiten sind möglich. 
  • Individuelle Lernfortschritte sind möglich. 
  • Gerade Schüler*innen, die sich selbst nicht (gut) organisieren können, haben große Schwierigkeiten, diese Form zu bewältigen.  
  • Hoher Materialaufwand, welcher zu intensiven Vorbereitungsarbeiten für die Lehrperson führt.  

 In der Freiarbeit herrscht keine grenzenlose Freiheit. 
In der Freiarbeit herrscht keine grenzenlose Freiheit. 

Freiarbeit

Eine Form des offenen Unterrichts ist die Freiarbeit. Diese Unterrichtsform wurde mit unterschiedlichen Intentionen bereits von Freinet, Peterson oder Montessori eingesetzt.  

Diese Unterrichtsform gehört zum Konzept des offenen Unterrichts. Beim offenen Unterricht besteht auf keinen Fall eine grenzenlose Offenheit, sondern ein konkret identifizierbares Konzept mit den Elementen, gemeinsamer Unterricht, Freiarbeit, Wochen- oder Tagesplanarbeit sowie der Projektarbeit. Ein weiteres wesentliches Merkmal ist die Grundhaltung dem Kind gegenüber, welches stark gekennzeichnet ist durch die Wertschätzung des Kindes sowie dem ernst nehmen seiner Anliegen.  

Bei der Freiarbeit setzt sich das jeweilige Kind ein Lernziel, das mit der Eigenleistung und mit einem hohen Maß an persönlicher Freiheit erreicht wird. Hierbei entscheidet das Kind, welche Arbeitsformen und Inhalte es wählt. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die Lehrkraft eine beratende und begleitende Rolle ein. Die Unterrichtsaktivitäten orientieren sich an den Interessen und insbesondere an der Lebenswelt und den Fähigkeiten des Kindes.  

Methoden und Materialien 

Diese Form des Unterrichts hat eine grundlegende Auswirkung auf die Raumgestaltung der Klasse, denn sie soll sowohl Arbeits- als auch Wohnatmosphäre beinhalten.  

  • Praktisches Lernen 
  • Das Kind entscheidet über die Zusammenarbeit und der gegenseitigen Hilfe 
  • Eine Selbstkontrolle ist vom Kind aus immer möglich 
  • Freiheit bei der individuellen Arbeit. 
  • Experimente und sinnliche Erfahrungen mit Materialien sind im Unterricht möglich. 
  • Gemeinsam können Auswertungen gemacht werden. 
  • Es ist ausreichend Platz und Raum für kreative Lernmethoden. 

Schulstufe

 Diese Unterrichtsform ist grundsätzlich in allen Schulstufen einsetzbar. Besonders beliebt ist diese Form im Volksschulbereich, da die Bedingungen (eine Lehrperson, flexibler Stundenplan, Rollenverständnis, System der Bewertung und Ergebniskontrolle etc.) für den Einsatz günstiger sind.  

Kompetenzen

  • Eigene Lernwege müssen gefunden werden. 
  • Die eigene Lernbiografie kann eigenständig gestaltet werden. 
  • Das selbstverantwortliche Lernen tritt in den Vordergrund 
  • Soziale Interaktionen werden gefördert. 

Vor- Nachteile

Wird in einer Klasse diese Unterrichtsform eingeführt, bedarf es einer besonders guten und langsamen Einführung. Wird dieser Prozess zu rasch vorgenommen, kommt es schnell zu einer Überforderung der Lehrkraft als auch der Schüler*innen.  

Um die festgelegten Ziele erreichen zu können, benötigt es eine sorgfältig vorbereitete Lernumgebung. Arbeitsmittel, Lerninhalte und der Klassen müssen den Kindern entsprechend bereitgestellt werden. Gerade bei dieser Unterrichtsform ist ein kooperatives Verhalten im Kollegium unbedingt notwendig. Ohne einer intensiven Auseinandersetzung und Beschäftigung mit der Arbeitsform wird diese Unterrichtsform keine Erfolge erzielen.  

 Bei der Tages-Wochenplanarbeit sind die zu erledigenden Aufgaben klar definiert. Wann, wo und mit wem an der Aufgabe gearbeitet wird, kann bis zu einem bestimmten Grad selbst entschieden werden. 
Bei der Tages-Wochenplanarbeit sind die zu erledigenden Aufgaben klar definiert. Wann, wo und mit wem an der Aufgabe gearbeitet wird, kann bis zu einem bestimmten Grad selbst entschieden werden. 

Wochen-Tagesplan

Die Arbeit mit dem Wochen- oder Tagesplan ist eine Form des Offenen Unterrichts. Bei der Wochen-Tagesplanarbeit vereinbart die Lehrkraft mit dem Kind ein Lernpensum, welches in einem abgesteckten Zeitrahmen selbstständig erarbeitet werden muss.   

Beginnt der Zeitraum (Tag oder Woche), erhalten die Kinder einen Arbeitsplan, der verschiedene Aufgaben enthält. Je nachdem können die Aufgaben nach Fächer oder Inhalten geordnet sein. Das Kind entscheidet, mit welchen Aufgaben es beginnt und teilt sich das Aufgabenpensum so ein, dass es über die gesamte Woche hinweg daran arbeitet. Durch diese Unterrichtsform lernen die Schüler*innen selbstständig zu arbeiten, sich die Zeit gut einzuteilen und Aufgaben zu kontrollieren. Diese Arbeitsweise fördert besonders die Entwicklung der Methodenkompetenz.  

4 Phasen

  1. Die Schüler*innen erhalten am Beginn des Zeitraums einen schriftlichen Plan. Dabei wird in erster Linie die Aufgabe formuliert. Diese Formulierung soll auf jeden Fall einfach und klar formuliert sein. Wichtig ist auch, dass die Lesefähigkeit der Kinder berücksichtigt wird. Unterstützende Symbole oder Bilder können hier beim Verständnis helfen. Angaben zum Arbeitsmaterial oder zu den Buchseiten erleichtern das selbstständige Arbeiten enorm und ermöglichen dem Kind das eigenständige Arbeiten ohne ständig nachfragen zu müssen.  
  1. Reihenfolge der Aufgaben: Bei der Wochen- Tagesplanarbeit entscheidet das Kind, mit welcher Aufgabe es beginnen möchte. Das heißt, das Kind entscheidet die Reihenfolge. Wenn diese Arbeitsform gerade erst eingeführt wird, bietet es sich an, den Kindern eine Reihenfolge vorzugeben. Diese Vorgabe kann auch dann notwendig werden, wenn die Lehrkraft beobachtet, dass einzelne Kinder gewisse Aufgaben meiden und die Bearbeitung hinauszögern. Eine Kontrollspalte am Plan soll die Schüler*innen daran erinnern, die Aufgaben zu überprüfen und zu kontrollieren. Erst nach der Kontrolle ist die jeweilige Aufgabe erledigt. Diese Kontrolle kann entweder vom Kind selbst, durch eine*n Mitschüler*in oder durch die Lehrperson selbst erfolgen. 
  1. Eine Fertigspalte am Wochen-Tagesplan ermöglicht dem Kind als auch der/die Lehrer*in den Überblick zu behalten. Zeitleiste- Zeitplanung: Eine zusätzliche Zeitleiste auf dem Wochenplan unterstützt die Kinder bei der Zeitplanung. Ist ein Tag vorbei, wird dieser durchgestrichen.  
  1. Neben den Pflichtaufgaben gibt es am Wochen-Tagesplan immer Zusatzaufgaben. Hier arbeiten die Schüler*innen erst daran, wenn die Pflichtaufgaben erfüllt wurden. Bei den Zusatzaufgaben können besonders die Interessen und Vorlieben (Versuche, Malen, Musik hören, Spielen, Knobelaufgaben, Sudoku, Rätsel, Bücher) der Schüler*innen berücksichtigt werden.  
  1. Wird ein Wochen-Tagesplan gestaltet, müssen grundlegende Überlegungen zur Motivation, Art der Aufgabenstellungen, Sozialformen, Art der Hilfestellungen, Art der Selbst- Fremdkontrollen, Regeln, Bewertungen und Beurteilungen angestellt werden.  

Schulstufe

Ab der ersten Klasse Grundschule kann diese Unterrichtsform aufbauend eingesetzt werden.  

Kompetenzen

  • Bei dieser Form des Unterrichts wird besonders die Selbstdisziplin und das selbstständige Arbeiten der Schüler*innen gefördert. 

Vor- Nachteile 

  • Form von Binnendifferenzierung. 
  • Einzelne Kinder können durch andere Kinder und der Lehrperson gezielt unterstützt und begleitet werden. 
  • Diese Unterrichtsform ist mit anderen Unterrichtsmethoden und Sozialformen kombinierbar. 
  • Es bedarf einen großen Vorbereitungsaufwand. 
  • Fächerübergreifendes Arbeiten ist sehr gut möglich. 
  • Fordert und fördert die Teamarbeit.

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